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Frittierte Fischhaut und Pass durch die Hölle


- Chinese New Year Walk mit Charlotte Chu -

Text und Fotos: Manuela Barm 


Kulinarik, Geschichte und Filmkulisse – das vereinte Charlotte bei ihrer Tour durch Chinatown am 22. Januar 2022, die auf Chinese New Year (CNY) einstimmte.

Sie zauberte nicht nur völlig Corona-konform Ananas-Tarts auf mitgebrachte Pappteller, sondern unter anderem auch frittierte Fischhaut (erstaunlich lecker!), Scheibchen von Lotusstengeln und seeehr klebrige Glutenküchlein in Schildkrötenform von einer traditionellen Konditorei. Bei der Fertigung konnte man durch die Scheibe von außen zusehen.

In einem Laden mit Räucherstäbchen und Papierwaren war zu erfahren, was zum Gebrauch im Jenseits und als Andenken an die Ahnen heute alles zu CNY aus Papier in Spezialöfen verbrannt wird: Zigaretten, Hemden für den Opa und den Sportwagen, den er sich immer gewünscht hatte; Edelhandtaschen und Pappküchen für die Oma. Der „Pass durch die Hölle“ samt Geldscheinen und VIP-Kreditkarte ist allerdings laut Charlotte mehr ein Gag für Touristen. Leicht makaber mutet nach unserem Geschmack das papierene Corona-Impfset an – falls der Tote im Diesseits keine Spritze erhalten hat.

In einem Tempel führte Charlotte die Gruppe hinter den Altar über einen Hof in eine Küche, wo täglich vegetarisch für Bedürftige gekocht wird. Die Geschichte der Clanhäuser – Jahrzehntelang Anlaufstellen für Neuankömmlinge aus China – war ebenso interessant wie der Hinweis auf barockartige, alte Häuser mit goldenen und silbernen Fassaden. Sie tauchen im Film „Crazy Rich Asians“ als Kulisse auf.


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